Erfolgsfaktor Flexible Anbindung von Systemen

IT-Service Provisioning erfordert eine übergelagerte Prozessebene, auf der die für IT-Service Provisioning-Prozesse erforderlichen Systeme gesteuert werden. Diese Systemumgebung ist sowohl kunden- als auch providerspezifisch.

IT-Service Provisioning kann die Auswahl dieser erforderlichen Systeme nur in geringem Maße beeinflussen, da

  • diese Systeme bereits weitgehend vorhanden sind (Investitionsschutz)
  • die Systemlandschaft bereits innerhalb eines einzelnen Großunternehmens heterogen ist
  • ein Teil der erforderlichen Systeme strategisch gesetzt ist
  • einzelne Tiers der Leistungskette durch wechselnde Einheiten mit unterschiedlichen Systeme besetzt werden
  • bei vielen Entscheidungen des Kerngeschäfts (z. B. M&A) die IT-System-bezogenen Aspekte nicht primär entscheidungserheblich sind

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des IT-Service Provisioning-Konzepts hat der integrative Ansatz bei der Lösungsumsetzung. Das IT-Service Provisioning-Konzept berücksichtigt und integriert im Markt etablierte und bewährte Tools. Der Einsatz dieser Tools ist dabei auf diejenigen Bereiche beschränkt, in denen diese Tools ihre Stärken vorzuweisen haben. Dies stellt eine Abgrenzung zu den Anbietern der Tools da, die ihre Tools über das technologisch leistbare Maß hinaus erweitern oder ihr Tool in eigentlich nicht geeigneten Szenarien einsetzen.

Aus Sicht des IT-Service Provisioning lassen sich bestehende und auf dem Markt erhältliche Tools in drei Kategorien einordnen: Konsumierende Systeme, unterstützende Systeme und optionale Systeme.

Konsumierende Systeme

Diese Systeme werden durch das IT-Service Provisioning mit korrekten und aktuellen Daten beliefert. Zu den konsumierenden Systemen zählen:

  • ERP-Systeme
    (SAP, Baan, Navision, …)
  • Datawarehouse-Systeme
    (Cognos, diverse, …)

Unterstützende Systeme

Diese Systeme unterstützen essentielle Funktionalitäten des IT-Service Provisioning. Sie werden ggf. von zusätzlich erweiterten, nicht sinnvollen Funktionalitäten entlastet. Zu den unterstützenden Systemen zählen:

  • Ticketing/User Help Desk-Systeme
    (Remedy ARS, Peregrine Service Center, …)
  • Verzeichnisdienste
    (ADS, LDAP, NDS, …)
  • Software-Deployment/Inventory-Systeme
    (MS SMS, LDMS, Altiris, Empirum, …)
  • Katalogsysteme
    (Heiler, Requisite, Poet, …)
  • Systems-Management-Systeme
    (OpenView, Tivoli, diverse, …)

Optionale Systeme

Diese Systeme entsprechen den heutigen Anforderungen unzureichend. Sie werden für den Initial Load genutzt und stehen danach zur Disposition.


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